Die Brigittenau ist seit Jahrhunderten Gewerbe- und Siedlungsgebiet. Wo früher Boote anlegten und in großen Gärtnereien Blumen und Gemüse gezogen wurde, hat sich ein vielfältiger städtischer Lebensbereich entwickelt.
Ein paar Marksteine
1590 erfolgte der Durchstich des Donaukanals bei Nußdorf.
1654 wird die frühere Wolfsau zum ersten Mal als Brigittenau bezeichnet
1897 fuhr die erste „Elektrische“ durch die damals schon „großstädtische“ Wallensteinstraße.
1900 wurde die Brigittenau von der Leopoldstadt getrennt und zum 20. Wiener Gemeindebezirk ernannt. Ab dann begann eine intensivere Verbauung des Gebietes.
1908 gab es in der Wallensteinstraße die erste elektrische Beleuchtung.
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Benannt wurde die Wallensteinstraße nach:
Wallenstein, eigentlich Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein wurde am 24. September 1583 in Hermanitz an der Elbe geboren und am 25. Februar 1634 in Eger ermordet. [= Link zu Wikipedia]
Er war Herzog von Friedland und Mecklenburg, Fürst von Sagan und gilt als der erfolgreichste militärische Führer des kaiserlichen Heeres und bedeutendste europäische Feldherr der ersten Hälfte des 30jährigen Krieges.
Seine politischen Ziele sind nach wie vor umstritten, da deren Formulierung nicht immer bewiesen ist und ihr Wahrheitsgehalt oft nur aus Äußerungen, Berichten und Briefen interpretiert wird, die von seinen Gegenspielern, den späteren Siegern der Geschichte, stammen.
In der deutschsprachigen Literatur ist selten einer Person so viel Aufmerksamkeit gewidmet worden wie Wallenstein.
„Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“ behauptet Friedrich Schiller.
Mit Schillers "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" und der „Wallenstein“-Trilogie ist das Leben und Sterben Wallensteins zum Allgemeingut deutscher Klassik geworden.